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Ausstellungsliste |
Die Halle Tropischer Wald |
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Fuer die meisten Menschen ist der Begriff "Tropischer Regenwald" gleichbedeutend mit einem mystischen und gefaehrlichen Jungle. Die wenigsten haben den Mut, diesen charmanten wenn auch furchterregenden Wald einmal real kennenzulernen.
Niemand kann das komplizierte aber aeusserst subtile Oekosystem des tropischen Regenwaldes wirklich naturgetreu nachahmen. Hier wurde ein Versuch unternommen, um besondere Landschaftsformen und typische Charakteristiken herauszustellen. Im tropischen Regenwald existieren vier Schichten. Die oberste Schicht besteht aus Baeumen, die bis zu zehn m hoch wachsen, hierzu gehoeren der Shorea chinensis aus der Familie der Dipterocarpaceae, der unter staatlichem Naturschutz steht, aus Brasilien eingefuehrte Gummibaeume und der Ficus altisssima. Darunter stehen die Pflanzenarten, die zwischen fuenf bis neun Meter hoch wachsen. Die dritte Schicht umfasst all die Pflanzen und Straeucher, die hoechstens zwei Meter hoch wachsen und schliesslich in der vierten Schicht, diejenigen, die nicht hoeher als ein Meter werden. In dieser Halle werden auch einige tropische Rank- und Parasitengewaechse vorgestellt. Ausserdem wurde ein riesiger 14 Tonnen wiegender Kalkstein in die Halle geraeumt, auf dem Baeume und Gewuerze kultiviert werden. Die meisten der ueber 500 tropischen Pflanzen, die in der Halle zu finden sind, fallen unter die seltenen bzw. indigenen Pflanzenarten der Provinz Yunnan. Es wurden vier Kategorien gebildet: "Schattengewaechse", "Exotische Baeume und Blumen", "Buntblaettrige Pflanzen" und "Hydrophile-, d.h. Nasspflanzen". Anhand derer koennen besondere Wuchsformen und oekologische Phenomene des Regenwaldes wie z.B. die "Wuerge-Form" der "Stuetz-Wuchs" und der "Wurzel-Bluetenwuchs" vorgestellt werden. Um eine moeglichst realistische nud idyllische Rekonstruktion des Regenwaldklimas zu erreichen, wurden ausserdem 200 kleine Voegel (20 Arten) freigelassen und Fische in den Teichen gezuechtet. Zudem wurde Wert darauf gelegt, den Besuchern nicht nur die bunte Pflanzenwelt, sondern auch die dazugehoerende Kultur in Form des Buddhismus in Xishuangbanna zu vermitteln. Beispiele hierfuer sind der Saraca Baum, ein Ficus religiosa, ein Corypha umbraculifera und ein Zucker-Pflaumenbaum, die im Buddhismus eine besondere Bedeutung haben: Sakyamuni, der Gruender des Buddhismus, wurde der Legende nach im Schatten des Saraca Baumes geboren, erreichte das Nirvana unter einem Ficus religiosa, und seine Gedanken wurden auf Blaettern der Corypha umbraculifera und des Zucker-Pflaumenbaumes aufgezeichnet und von Generation zu Generation weitergereicht. Auserwaehlte chinesiche Botaniker und Wissenschaftler haben auf 700 Quadratmetern dieses Gewaechshauses eine Replikation des tropischen Regenwaldes ausgearbeitet. Am schwierigsten dabei war es, einige der Baeume aus dem 800 km entfernten Regenwald Xishuangbannas nach Kunming zu transportieren, so den wertvollen Shorea chinensis und den Tetrameles nudiflora, der riesige Wurzelblueten traegt. Der hoechste dieser Baeume ist 13 m hoch. Um zu verhindern, dass einer der Baeume unterwegs abstirbt, wurde eine 36-stuendige Fahrt auf offenen Plattform-Lastern von Simao nach Kunming organisiert, wie auch die Tageszeitung China Daily berichtete. Damit diese Spezialfahrzeuge ueberhauot auf das EXPO Gelaende fahren konnten, musste eine Spezialstrasse angelegt und ein Kran aufgebaut werden, um die Baeume abzuladen. Zu dem Zeitpunkt war das Gewaechshaus noch nicht fertiggestellt, so dass die Baeume mittels Duzender Heizluefter auf Temperatur gehalten werden mussten. --- Ende der Vorstellung Drei Grosse Gewaechshaeuser |
Yunnan
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