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[ Kulturelles ]

Einige Feste und Zeremonien

Das Amatu Fest der Hani 



Die Hani, mit einer Bevoelkerung von 1.060.000 Menschen, leben vorwiegend in den Taelern des Honghe und Lancang Jiang (obere Laeufe des Mekong). Es gibt ca. 20 Zweige dieser ethnischen Gruppe. Und obwohl die Hani ihre eigene Sprache sprechen, haben sie keine eigne Schrift.

Die Hani-Frauen tragen silberne Halsketten und schmuecken ihre volle Brust gerne mit Silberwaren. Des Neujahr Fest wird auf einer langen Tafel mitten auf der Strasse mit einem grossen Festmahl gefeiert.

Das Amatu-Fest wird zu Ehren der Ahnen, der Berge und Waelder waehrend des zweiten Mondmonats im Autonomen Kreis der Yao und Dai (Thai) in Jinping gefeiert.

Am ersten Tag wird den herumstreunenden Geistern (Seelen der Vorfahren) ein Hahn geopfert und ein Bambuszaun um das Dorf herum errichtet, damit sie nicht in das Dorf zurueck kommen koennen. Am darauf folgenden Tag opfert ein besonders begabter "Dorf-Priester" dem Fluss, den Bergen und den Waeldern einen weissen Hahn. Mittags werden im "Dorf-Tempel" noch mehr Opfergarben gemacht und ein grosses Festmahl wird vorbereitet. Die Tafel wird so aufgestellt, als ob direkt aus dem Tempel ein Drachenkopf waechsen wuerde, die anderen Tische werden der Laenge nach in den Strassen aufgestellt. Alle Maenner aus dem Dorf nehmen an diesem Festessen teil.

Danach wird an einem heiligen Ort, der nicht von Frauen betreten werden darf, dem Drachen-Wald geopfert: Drei Kieselsteine werden dazu mit dem ersten Menstruationsblut eines jungen Maedchens, Hunde- und Schweineblut beschmiert. Sie werden in einer bestimmten Anordnung vor den Drachen-Baum gelegt: Der Stein mit dem Menstruationsblut, der dem Drachen und dem Berg geopfert wird, wird Rechts hingelegt; der Stein mit dem Schweineblut fuer den heiligen Wald kommt in die Mitte, und der letzte Stein, der fuer die Geister bestimmt ist, wird Links hingelegt. Zwei Jungs, die als maennliche und weibliche Junfern verkleidet sind stehen zur Seite. Sie versinnbildlichen Jungfraeulichkeit. Die Dorfaeltesten beten Sutras und beten fuer Reichtum und dass keine Schicksalschlaege eintreffen werden.

Die Feierlichkeiten beginnen drei Tage vor dem "Drachen-Tag" und dauern sieben Tage lang. Alle anderen Aktiviteaeten liegen still. Aussenstehende wurden bis zum Ende der Zeremonien nicht aus dem Dorf gelassen.

 


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